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Auf unserer Schiffsreise I

Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass ich diese Fahrt sicher nicht so einfach ein Worte fassen kann. Und so ist es wirklich: die Eindrücke der Natur lassen sich eher mit Bildern als mit Worten beschreiben. Und auch die Bilder werden nur einen Teil der Stimmung andeuten. Die Weite des Flusses, der Sandstrand im Sonnenuntergang – das schafft kein Postkartenverlag.

Festhalten will ich daher eher ein paar Fakten und die Themen unserer Ausflüge. Auf dem Schiff sind wir 21 Personen. Unsere Gruppe: ein älteres Ehepaar aus Paris (sie ist Amerikanerin), ein jüngeres Paar aus Frankreich (sie ist Brasilianerin), 4 brasilianische Touristen, wir sieben. Dann Andrea, die Reiseleiterin von Saude e Alegria, Bea, die brasilianische Übersetzerin, die aber leider oft sehr wenig bzw. schlecht übersetzt, drei Schiffsleute, 2 Köchinnen. Wir haben 2 Etagen: unten stehen tagsüber die Tische für alle Mahlzeiten, abends werden hier Hängematten aufgehängt, oben hängen 10 Matten die ganze Zeit über aufgespannt. Der Platz ist nicht gerade üppig aber ausreichend, Rückzugsort ist vor allem die Hängematte.

Gestern sind wir morgens in Alter do Chao aufgebrochen und gleich losgefahren Richtung Rio Arupins. Nach mehreren Stunden der erste Zwischenstopp: eine Sandbank zum Baden, Dann ging´s zum Dorf Ana. Dort erwartete uns die „Gruppe Ökotourismus“: die Präsidentin der Communidade (wir würden sie eher als Bürgermeisterin bezeichnen) und 4 Männer. Nach einer herzlichen Begrüßung und Einzelvorstellung aller ging´s  los durch das Dorf bis zu einem schattigen Platz am („gefühlten&ldquo Dorfrand, wo uns weitere BewohnerInnen erwarteten. Von den vielen Dingen, die sie uns erzählt oder gezeigt haben, nenne ich hier nur die Stichworte:

-         die erzählten, mythologischen Geschichten (Ursprung der Gemeinschaft, die große Schlange und zwei weitere)

-         Einführung in die verschiedenen Manioksorten und die unterschiedlichen Produkte, die sich herstellen lassen

-         die Heilkräuter

-         die Bienenzucht einiger Familien und der leckere Honig

-         die Pflanzen und Früchte unterwegs

-         die Fischzucht, die von einer Gruppe betrieben wird

-         die Herstellung von organischem Fischfutter, die eine Frauengruppe unter sich hat

-         die Hausbauprogramme der Regierung und die Umsetzung durch die Gemeinschaf

-         der Pranger, der auch tatsächlich noch als solcher genutzt wird und effektiver schint, als wenn jemand von der Polizei mitgenommen werden muss

-         die großen Überschwemmungen 2009 und in diesem Jahr

-         die Brunnenanlage, die die Gesundheit im Dorf wesentlich verbessert hat.

Die Bürgermeisterin ist eine selbstbewußte, starke Frau, die anscheinend noch viele Visionen für ihr Dorf hat. Aber auch die anderen aus der „Ecoturismo-Gruppe“ sind Leute, die uns von ihrer Lebensweise und ihren Produkten mit großer Selbstverständlichkeit, mit Geduld und Selbstbewusstsein erzählen. Natürlich fühlen wir uns fremd und fragen uns manchmal, was nun für uns Touristen bsonders arrangiert ist. Aber es bleibt vor allem das Gefühl, dass wir hier viel von einer uns ja völlig unbekannten Welt entdecken können.

Und unser Schiffsleben ist eine gute Mischung aus Ausflügen ins Dorf, Ruhepausen, Bademöglichkeiten, immer wieder leckerem Essen…nur an das anhaltende Dröhnen des Motors kann ich mich schwer gewöhnen, vor allem als er getsren abend erst ausging als alle in ihren Matten lagen und kein Licht mehr notwendig war.

Im Moment fahren wir auf dem Fluß weiter zum nächsten Dorf unseres Reiseprogrammes. Der Fluß erscheint mir hier mindestens 5 mal so breit wie der Rhein. Und auf der Landkarte ist klar, dass wir in einen „kleinen“ Nebenfluß des Hauptstromes einfahren. Am Ufer nur Grün, Grün, Grün – ab und zu mal ein paar Häuser.

22.7.2012, Eva-Maria

25.7.12 19:08
 
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