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Gewalt


Es ist früh am Morgen, ich sitze am Pool unseres Hotels und genieße den Beginn des Tages.

Seit 2 Tagen sind wir hier am Meer in einem kleinem Ort ca. 60 Kilometer nördlich von Salvador. Nach dem Wochenende sind hier kaum noch Gäste.

Ich fühle mich nicht mehr eingeengt und unfrei. Die Häuser haben keine umgebenden Mauern, man sieht keine Polizei mit schusssicherer Weste.

Es ist für mich ein Kontrast zu dem ersten Hotel, das wir nach unserer Ankunft in Brasilien bewohnten- seltsamerweise gar nicht weit von hier entfernt.

Wir wurden dort beim Ankommen freundlich begrüßt , uns wurden die Zimmer gezeigt. Dann folgten ausführliche Instruktionen: Abends nicht an den Strand gehen, überhaupt und sowieso nicht weit am Strand entlanglaufen, die Stadt Salvador nicht am folgenden Tag besuchen (es sei nicht genug Polizei vor Ort).

Das Hotel ist von einer hohen Mauer umgeben (wie alle anderen Häuserensembles auch). Der Eingang ist videoüberwacht.

So ganz unbeeindruckt ließ uns das nicht. Wir fuhren dann aber doch am nächsten Tag in die Stadt und wurden weder beargwöhnt noch überfallen, noch ausgeraubt, aber wir blieben brav als Gruppe zusammen.

Der Wechsel nach Alagoinhas zeigtre uns dann nochmal eine andere Seit des LÖandes. Eva-Maria hjat schon berichtet.

Die KOmmunität ist auch von einer hohen Mauer umgeben. Es gibt einen Eingang, für den man einen Schlüssel braucht. Aber es gibt auch ein Tor an einer anderen Seite des Gartens, wo man ungehindert Zutritt hat. Fr. Rudolf erzählte, dass die Brüder mal einen Wachhund gehabt hatten, der aber bei einem Einbruch auch gleich mitgenommen worden sei. Seitdem haben sie keinen Hund mehr.

Rudolf hat uns Geschichten mehrerer Kinder und Jugendlicher erzählt, immer kommen darin Gewalt und Drogen vor.

Er schickte uns im Anschluss an die Brincadeira mit den Kindern in die verschiedenen Straßen des Viertels.

Ich habe an mir zunächst wieder die Unsicherheit gemerkt, fühlte mich aber durch Rufolfs Zutrauen zunehmend sicherer.

 

Ich kann mich noch an die erste Nacht in Alagoinhas erinnern: ich lag im Bett und konnte nicht schlafen, weil ich die Geräusche nicht zuordnen konnte- es gab laute Musik, ich hörte Schüsse. Am nächsten Tag stellte sich heraus, dass weit entfernt eine Disko stattgefunden hatte und Feuerwerkskörper gezündet worden waren.

 

So ist das mit der Wqahrnehmung. 

Allmählich traue ich wieder meinem Gefühl, hinderlich ist allerdings die Unkenntnis der portugiesischen  Sprache. Jedenfalls bin ich gern in diesem Land, sitze einfach gern da und beobachte Menschen und Situationen.

 

Wir wollen uns nachher aufmachen in die traumhafte Lagunen-Landschaft am Meer.

Es ist schön hier.

Sabine

Sonntag, 15. Juli, vormittag

16.7.12 16:50
 
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